Neuland
NEULAND, der Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung, ist ein Bündnis von Landwirten, Verbrauchern, Tier- und Umweltschützern. Gemeinsam wurde ein Programm entwickelt, das bäuerlicher, natürlicher Tierhaltung wieder Zukunft gibt. NEULAND-Landwirte verzichten auf die Massentierhaltung und setzen konsequent auf artgerechte und sorgsame Tierhaltung.
Artgerechte Tierhaltung
NEULAND-Bauern geben Stroh in die Stallungen für Sauen, Ferkel und Mastschweine. Denn trockenes Stroh macht die Lauf- und Liegeflächen weicher, bietet Schutz vor Bodenkälte, erhält die Trittsicherheit und beugt so Verletzungen und Krankheiten vor. Zusätzlich massiert und reinigt es die Haut, trocknet Feuchtigkeit und nicht zuletzt fördert es Wühlen und Nestbauverhalten. Stroh beschäftigt die Tiere und sorgt für weniger "Stallgeruch". Sauen, Ferkel und Mastschweine brauchen Bewegung und soziale Kontakte zu ihren Artgenossen. Die Fläche pro Tier haben NEULAND-Bauern deshalb erhöht. Den Platz für einen "Schweinsgalopp" gibt es zusätzlich im Auslauf oder auf den Weideflächen! Natürliches Tageslicht, saubere Luft und angenehmes Stallklima sind notwendig für Schweine, die gesund bleiben sollen. Bei der Umstellung auf die NEULAND-Haltung müssen daher auf vielen Betrieben Fenster und Tore neu eingebaut und befestigte Ausläufe geschaffen werden.
Das Futter
Die Fleischqualität hängt entscheidend von den Fütterungs- und Mastbedingungen ab. NEULAND-Bauern sorgen für ihre Tiere: Alle Futtermittel müssen schweinegerecht sein! Eine typische Ration besteht aus 75% heimischen Weizen, Gerste und Hafer als Energielieferanten, 25% Erbsen, Bohnen oder Lupinen zur Eiweißergänzung, zusätzlich gibt es Gras, Rüben oder Heu als Ballaststoffe zum Sattwerden. Schweine sind "Nasentiere", deshalb müssen alle Futtermittel schmackhaft und in einem einwandfreien Zustand sein. Die Fütterung von Tierkörpermehlen, Antibiotika und synthetischen Zusatzmitteln halten NEULAND-Bauern für unverantwortlich! Daher werden diese Stoffe generell nicht eingesetzt. Schließlich wollen NEULAND-Bauern ihre Tiere mit gutem Gewissen anbieten.
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Getreide: Hafer
Gerste Eiweißversorgung durch: Futtererbsen Ständiges Angebot von Grundfutter: Heu, Stroh, Rüben, Kartoffeln und auch frisches Gras. |
Im Frühjahr: Weidegang, Mineralfutter und zusätzlich als Übergang zum Weidegang Heu und Stroh. Im Sommer:Weidegang und als Ergänzung Mineralfutter. Im Herbst: Weidegang; als Ergänzung Mineralfutter, zusätzlich als Übergang zur Winterfütterung Heu, Stroh und Grünfutter von eigenen Ackerflächen. Im Winter: Heu / Stroh, |
Im Stall: Frei zugänglich als Alleinfutter eine Getreidemischung aus Weizen, Gerste, Futtererbsen, Mineralien und Vitamine. Auf dem Freigelände: Freies Angebot von Heu- und Strohhäcksel, Gras und verstreutem Körnerfutter. |
Das Futter für die Rinder, Schafe und Hühner besteht zu 100% aus einheimischen Anbau. Die Futterrationen sind in ihrer Menge ausgewogen und auf das Tier abgestimmt. Schnellmast ist bei NEULAND verboten, denn sie geht zu Lasten des Tieres und wirkt sich auch negativ auf die Fleischqualität aus!
Sicherheit und gutes Fleisch
Die Ferkel werden auf NEULAND-Höfen geboren und stammen von Sauen robuster Rassen. Unsere Schweine wachsen langsam und mit Ruhe heran und haben damit alle Voraussetzungen für die beste Fleischqualität. Über Ohrmarke, Fleischstempel und Lieferschein können wir den Weg der Tiere vom Fleischer bis zum Bauern zurückverfolgen.Der NEULAND-Bauer
Die Zustände und Folgen der industriellen Massentierproduktion sind den Verbrauchern bekannt. Sie führt zu immer neuen Skandalen. Für NEULAND gehören artgerechte Tierhaltung und bäuerliche Landwirtschaft untrennbar zusammen. Durch feste Grenzen für die Anzahl der Tiere und Ackerflächen können sich nur kleinere und mittlere Höfe an NEULAND beteiligen. So fördern wir nicht nur den Familienbetrieb, sondern gleichzeitig auch eine intakte und vielfältige Struktur auf dem Lande.
Die Tierschlachtung ist für viele Verbraucher ein heikles Thema. Für unsere Bauern gehört auch das zu einem ganzheitlichen Prozeß, zum Kreislauf der Natur. NEULAND setzt hier allerdings strenge Maßstäbe. Möglichst kurze Transportwege, eingestreute Viehwagen, Ruhe und Sachverstand beim Treiben und Verladen. In der Regel übernehmen die Bauern diese Aufgaben selbst, denn sie kennen das Verhalten ihrer Tiere am besten. NEULAND arbeitet außerdem mit verschiedenen Institutionen zusammen, um die Schlachtung schonender und besser zu machen.
NEULAND-Tiere
kennen keine:
- Spaltenböden und Güllegruben, Anbindehaltung im Dunkelstall
- Rüsselklammern, Nasenringe, Zähneabkneifen, Schwanzkopieren
- widernatürliche Futtermittel, wie Tiermehl für Pflanzenfresser
Der BSE-Test ist ein zusätzliches Element des Verbraucherschutzes. Entscheidend ist die seit 12 Jahren von NEULAND praktizierte artgerechte und umweltschonende Tierhaltung. Nur sie ermöglicht die hervorragende Fleischqualität, die von NEULAND-Kunden hochgeschätzt und immer wieder bestätigt wird.
Massentierhaltung und den damit verbundenen unnatürlich schnellen Mästungsmethoden mit Tiermehl, Leistungsförderern etc. muss auch im Interesse der Verbraucher endlich eine Absage erteilt werden!
Das alles gibt es bei NEULAND nicht:
- Spaltenböden und Güllegrube
- Soja und Tapioka aus fremden Ländern
- Anbindehaltung von Sauen
- Schweine in Dunkelhaltung
- Rüsselklammern
- Nasenringe
- Schwanzkopieren
- Zähneabkneifen
Darauf können Sie sich verlassen!
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Grundsätze des NEULAND-Programms Alle Rinder haben Weidegang. Ställe für Rinder sollen als Tretmist- oder Laufställe gestaltet sein, um ausreichend Bewegung zu gewährleisten. Strohlose Haltung ist verboten. Gras, Heu und Grassilage sind die Hauptkomponenten der Fütterung. Maximal 30% Maissilage dürfen in der Ration enthalten sein. Alle Futtermittel müssen aus heimischer Produktion stammen.
Pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche müssen 1,5 Dungeinheiten eingehalten werden. Das entspricht 1,5 Mutterkühen oder 2,1 Rindern zwischen 1-2 Jahren. Eine Belastung des Bodens und des Grundwassers durch Überdüngung wird dadurch vermieden. Pestizide dürfen auf dem Grünland nicht eingesetzt werden. NEULAND hat feste Grenzen für die Anzahle der Tiere pro Betrieb und die Größe des Hofes. Maximal 70 Endmastplätze, bzw. 120 Mastplätze darf es auf einem Betrieb geben. Größere Herden sind nur bei reiner Weidemast oder in der Mutterkuhhaltung erlaubt. Diese sollen als extensive und artgerechteste Form der Rinderhaltung besonders gefördert werden. Auch für andere Tierarten auf dem Betrieb gelten Bestandsobergrenzen. Die maximale Größe eines NEULAND-Betriebes darf 100 ha Ackerfläche betragen. NEULAND lebt von der Gemeinschaft der Landwirte. Dazu gehört der allzeit sachverständige und verantwortungsvolle Umgang mit den Tieren. Die Landwirte fahren in der Regel ihre Tiere selbst zum Schlachthof und achten dabei auf den sachgemäßen Umgang mit den Tieren. Die Anerkennung und Kontrolle eines Betriebes erfolgt durch den NEULAND-Verein. Mitarbeiter des deutschen Tierschutzbundes kommen zweimal im Jahr unangemeldet auf die Höfe. Auf jedem Betrieb werden Bestands- und Medikamentenbücher geführt. Über diese Punkte hinaus gelten die ausführlichen Richtlinien des NEULAND e.V. |